IT

Ähnlich wie die vorherigen Jahre war auch das letzte Jahr für die IT wieder herausfordernd. Das Jahr 2025 war geprägt von drei Hauptthemen:

  1. Sicherheit und Systemstabilität
  2. Vorbereitung für die Erneuerung einiger zentraler Lösungen
  3. Anforderungen und Projekte

 

  1. Sicherheit und Systemstabilität

IT-Sicherheit stellt weiterhin eine wichtige Säule der Strategie von Landgard dar. Die nach wie vor angespannte Weltlage sowie neue mögliche Bedrohungen durch künstliche Intelligenz  führen auch zu schwerwiegenden Angriffsversuchen auf unsere Systeme. Die Sensibilisierung aller Mitarbeitenden für diese Risiken bleibt daher von großer Bedeutung. Auf der technischen Seite verbessern wir kontinuierlich unsere sichtbaren und unsichtbaren Maßnahmen wie z. B. Firewalls und Verschlüsselung. Wir stehen vor der permanenten Herausforderung, ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Offenheit und Restriktion herzustellen und zu wahren. Auf der einen Seite steht die Freiheit und Bequemlichkeit der Kolleg*innen sowie unserer Mitgliedsbetriebe und Kund*innen, die unkompliziert auf unsere Systemlandschaft zugreifen möchten. Andererseits gibt es gleichzeitig die Notwendigkeit, „Tore und Türen“ für Unbefugte geschlossen zu halten.

Die Benutzer*innen der Systemlandschaft spielen eine sehr wichtige Rolle, um die IT-Sicherheit zu unterstützen und nicht – versehentlich – Türen zu öffnen. Dafür haben wir erfolgreich verschiedene Auditierungen absolviert, Notfallübungen durchgeführt sowie Trainings und Awareness-Schulungen für alle Mitarbeitenden etabliert, mit denen sie für IT-Sicherheitsrisiken sensibilisiert und konkrete Verhaltenstipps vermittelt werden sollen. Darüber hinaus wurden weitere technische Maßnahmen umgesetzt, um die Sicherheit und die Funktionsfähigkeit der eingesetzten Software zu erhalten und die Performance zu verbessern.

Der Modernisierung der Hard- und Softwarelandschaft wird bei Landgard inzwischen generell und besonders seit dem zweiten Halbjahr des letzten Jahres eine höhere Priorität beigemessen. Durch Updates der bestehenden Lösungen wird nicht nur die Anfälligkeit für Sicherheitslücken verringert. Diese Maßnahmen bieten darüber hinaus auch Potenzial für die Verbesserung der Effizienz und Effektivität von Prozessen und Mitarbeitenden. Im zweiten Halbjahr wurde der Fokus auch auf die weitere Modernisierung von Lösungen durch größere Updates oder den Austausch einiger Lösungen gelegt bzw. initiiert. Dieser Fokus wird auch in den nächsten Jahren bestehen. Die neuen bzw. erneuerten Lösungen bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, unser Geschäft besser zu unterstützen, neue Geschäftsfelder zu erschließen und Effizienzsteigerungen zu erzielen.

  1. Vorbereitung für die Erneuerung einiger zentraler Lösungen

Neben der erfolgreichen Durchführung von Support-Tätigkeiten sowie vieler Projekte, wurde auch die Erneuerung der zentralen Supply Chain- und Finanzlösungen gestartet, welche weiter unten beschrieben werden. Diese umfangreichen Projekte mit mehrjährigen Laufzeiten werden, neben Anforderungen aus dem NOVA-Programm, in der Landgard-IT in den nächsten Jahren eine zentrale Rolle spielen. Diese modernen neuen Lösungen werden eine solide Basis für zukünftige Prozesse bieten.

  1. Anforderungen und Projekte

Die Anforderungen an neue und angepasste systemunterstützte Prozesse sind weiter gestiegen. Das hat große Auswirkungen auf die IT.

2025 wurden vier große Projekte mit hoher Priorität angefangen bzw. weitergeführt:

Vorbereitung Refactoring ERP-Lösung Blumen & Pflanzen („TranS/4“ für SAP S/4 HANA Retail)

In 2025 wurde die vorbereitende Projektphase für das umfassende SAP Upgrade-Projekt abgeschlossen, inklusive der Budgetfreigabe und der Auswahl des Implementierungspartners. Das Projekt trägt zur Sicherstellung der technischen Wartbarkeit des Blumen & Pflanzen-Lösungsportfolios bei und bietet moderne Möglichkeiten, damit geänderte, bzw. neue Anforderungen effizient umgesetzt werden können. Nach dem technischen Upgrade auf die neue Version (SAP ECC à SAP S/4 HANA Retail) in 2026 folgen mehrere Projektphasen, bei denen die Standardisierung der Lösung (sogenannter Clean Core Ansatz) sowie die notwendige Anpassungen im Rahmen des NOVA-Programms in Vordergrund stehen.

 

Vorbereitung Neu-Aufsatz ERP-Lösung Obst & Gemüse (Navision2015 à Microsoft Business Central)

In 2025 wurde die vorbereitende Projektphase für das umfassende Microsoft Business Central Projekt abgeschlossen, inklusive der Budgetfreigabe und der Auswahl des Implementierungspartners. Das Projekt trägt zur Sicherstellung der technischen Wartbarkeit des Obst & Gemüse-Lösungsportfolios bei und bietet moderne Möglichkeiten, damit geänderte, bzw. neue Anforderungen effizient umgesetzt werden können.

Wegen den vorgesehen Prozessveränderungen in Obst & Gemüse-Umfeld wird die Lösung mittels eines „Greenfield Ansatzes“ neu aufgebaut. Dies ermöglicht nicht nur die Sicherstellung der technischen Wartbarkeit, sondern ermöglicht auch, tiefgreifende technische Änderungen im System effizient durchzuführen.

Infrastrukturelle Verbesserungen

Im Rahmen der technischen Standards wurden verschiedene Maßnahmen zur Modernisierung der IT-Landschaft durchgeführt: Ertüchtigung des Rechenzentrums sowie ein Upgrade für die Anbindung der verschiedenen Standorte und das WLAN. Dies ermöglicht deutlich performantere Lösungen an den jeweiligen Standorten und eine deutlich höhere Nutzung von Cloud-basierten Anwendungen.

Die Überarbeitung des VPN und der Firewall sorgen für einen erheblich besseren Schutz gegen Cyberattacken. Für den Fall der Fälle wurde zusätzlich die BackUp-Umgebung erneuert, welche für eine schnellere und adäquate Wiederherstellung sorgt.

June (Erzeugermanagement & Marktplatz)

Das Geschäft erfordert eine ständig zunehmende Digitalisierung sowie verbesserte Kommunikationswege mit den Erzeuger*innen und der Kundschaft. Das Plattform-Projekt „BluConnect“ wurde gestoppt und in 2025 unter dem neuen Arbeitstitel „BluMondo“ neu aufgesetzt. Durch eine deutlich höhere Integration der Erzeuger*innen sowie eine effiziente Zusammenarbeit mit externen Firmen werden die Prozesse für die Erzeuger*innen, die auch in BLUCom abgebildet sind, neu konzipiert und aufgebaut sowie technisch auf eine hochmoderne Plattform gehoben. Auch der Marktplatz wird überarbeitet und weitere Integrationsmöglichkeiten werden untersucht. In 2026 wird das Projekt unter dem Namen „June“ fortgeführt.